CafeConcert am 17. November 2019 in der Breitensteiner Halle
Eine musikalische Reise ins Reich der Zahlen

Für das diesjährige Konzert des Liederkranzes wurde die sonst recht nüchtern wirkende Breitensteiner Halle mit viel Dekoration, auch auf den festlich gedeckten Tischen, in ein gemütliches Kaffeehaus verwandelt. Denn einer langjährigen Tradition folgend stand in diesem Jahr wieder einmal ein sogenanntes "CafeConzert" auf dem Programm. Dieser Titel ist in seiner ungewöhnlichen Schreibweise gewissermaßen ein vom Liederkranz Breitenstein kreierter stehender Begriff geworden. Stammgäste dieser Veranstaltugen wissen, was sie erwartet und was sie erwarten dürfen, nämlich ein unterhaltsam beschwingtes buntes musikalisches Potpouri, eben passened zur Kaffeehausstimmung. Das letzte "CafeConcert" des Liederkranzes liegt bereits mehr als fünf Jahre zurück, denn für den Verfasser dieses Artikels war es etwas Neues, dem er mit Spannung auf die Akzeptanz beim Publikum entgegensah. Und das Publikum strömte in unerwartet hoher Zahl in dieses Kaffeehaus, wohin an diesem trübgrauen und feuchtkalten Novembertag feiner Kaffeeduft und die Aussicht auf feine selbstgebackene Kuchen und Torten vielfältiger Art lockte. Die Auswahl fiel bei dem reichhaltigen Buffet wirklich schwer. Vermutlich wussten unsere Gäste schon von vornherein, dass es ihnen bei diesem Konzert auch leiblich sehr wohl ergehen wird. Die langen Tischreihen reichten nicht aus, zusätzliche Stühle mussten rasch bereitgestellt werden, und Evi Scheuermann an der Kasse fragte schon nach, ob sie mit gutem Gewissen noch weiteren Gästen den Einlass gewähren konnte. Schließlich war die Halle bis auf den letzten Platz mit ca. 180 Gästen besetzt, zur großen Freude aller Beteiligten aus dem gesamten Umfeld des Liederkranzes Breitenstein. Ein schönes Fest unserer lebendigen Dorfgemeinschaft.

Mit Hallenöffnung ab 15:00 Uhr war den Gästen Gelegenheit gegeben, bei Kaffee und Kuchen und anderen Getränken - auch Teetrinker kamen freilich zu ihrem Genuss - mit Verwandten, Bekannten, Nachbarn und Freunden ins Gespräch zu kommen, bevor die ersten Takte der Band zum Einzug des Chores das eigentliche Konzert pünktlich um 16:00 Uhr eröffneten.

Das Motto für das Konzert - eine musikalische Gestaltung um Zahlen - war eine Idee unseres immer wieder findigen Chorleiters Herbert Klein, der ein sehr gutes Gespür für das hat, was dem treuen Publikum seines Chores mit Freude ins Ohr geht. So kam denn auch eine heiter unterhaltsame Reihenfolge von musikalischen Beiträgen zusammen. Dazu gehörten neben Liedern mit dem gemischten Chor auch drei lustige und mit viel Freude vorgetragene Lieder des Kinderchores unter Leitung von Judith Erb-Calaminus (Sopran) und zu alledem das seit mindestens 10 Jahren unsere Konzerte treu und hervorragend begleitende Trio Uli Gutscher (Klavier), Josef Wiest (Kontrabass), und Jogi Nestel (Schlagzeug).

Für die richtige Einstimmung auf Musik und Motto des "CafeConcertes" sorgte der erste Chorbeitrag mit dem Titel "Mit Musik geht alles besser, mit Musik fällt alles leicht". Werner Weinstein hieß das Publikum herzlich willkommen und brachte unsere Freude über den vollbesetzten Saal zum Ausdruck. Herr Klein, der auch bei diesem Konzert wieder einmal seine besondere Begabung als Konferencier bzw. Entertainer unter Beweis stellte, erläuterte das Zahlenspiel des Abends und leitete über zu einem Liederblock um die Zahl zwei: die Volksweise von 1820 "Zwei Hasen", die mit vielen Synkoben (kurzen arhythmischen Pausen) gespickt, die ganz lang geübte Konzentration des Chores erforderte. Darauf folgte die bekannte Weise "Wir zwei fahren irgendwo hin". Und dann ging es mit "Tea for two" aus dem Musical "No, no Nanette" ebenso rhythmisch fordernd um ein ersehntes Rendezvous als Auftakt einer Liebesbeziehung, danach schwangen "Zwei Herzen im Dreivierteltakt" bereits in seeliger Stimmung. Mit ihrem Solo des Chansons der Hildegard Knef "Eins und eins das macht zwei", machte Judith Erb-Calaminus nochmals das bis dahin besungene Zahlenspiel auf. Als klassisch ausgebildeter Sopranistin brachte sie auch ihr Talent als Chansonnière hervorragend zu Gehör, was ihr der Beifall bestätigte. Zu der Zahl 3 war das Publikum selbst zu einer musikalischen Einlage aufgefordert mit dem Kinderlied "3 Chinesen mit dem Kontrabass", das ja wohl jeder kennt. In der zweiten Strophe auf "ü", in der dritten Strophe auf "i". Und das hat auf Anhieb und ohne Probe wunderbar geklappt!

Mit drei lustigen Liedern erheiterte der Kinderchor die Zuhörer. Wie Judith Erb-Calaminus, die Chorleiterin erklärte, wollte sie mit den Kindern die doch recht grausame Geschichte der zehn kleinen Negerlein nicht einstudieren und war froh, die inhaltlich sehr viel harmlosere und witzige Geschichte von den "Zehn kleinen Fledermäusen" gefunden zu haben, die am Ende dann doch wieder alle zueinander finden. Man spürte, mit welcher Konzentration und Freude die jungen Sängerinnen und Sänger des Kinderchores dabei waren, und das Publikum belohnte sie herzlich gern mit kräftigem Applaus und machte sie damit stolz auf ihren Auftritt in diesem Konzert.

Wie Herr Klein in seiner Überleitung zum nächsten Titel ankündigte, wurde das Publikum mit dem fetzigen Rock- und Poptitel "Rock around the clock" aufgerüttelt. Der im Wechsel zwischen Männer- und Frauenstimmen peppig rasch zu singende englische Text war in den Proben vielfach erst als Sprechgesang einzustudieren, und Herr Klein wies schon immer wieder auf den unerbittlich flotten Rhythmus der Band hin, dem der Chor folgen müsse. Deutlich ruhiger ging es dann im "Backwater blues" zu, wo Hochwasser nach 7-tägigem Regen besungen wird, in dem der Chor das Sopransolo im Hintergrund begleitet. Schon in der Generalprobe waren Band und Chor vom gekonnten Blues-Stil im Vortrag von Judith Erb-Calaminus begeistert, einer weiteren Facette ihres ausgezeichneten musikalischen Einfühlungsvermögens. Damit waren wir bei der Zahl 7 angekommen, die im Titel zweier weiterer Ohrwürmer steht: zunächst "Über sieben Brücken musst die geh'n" und danach die Liebeserklärung an "Sie" - "Sieben Mal in der Woche möcht ich ... glücklich sein mit dir". Danach gab es 15 Minuten Pause, wo man nochmal Kaffee und Kuchen nachholen oder auch schon zu einem Gläschen Wein übergehen konnte.

Mit ein paar witzigen Einlagen holte Herr Klein das Publikum in das musikalische Zahlenkaleidoskop zurück: "Musikanten gehen an einer Kneipe vorbei!" Das war der Witz, denn Musikanten können doch an einer Kneipe nicht einfach vorbeigehen! Das war schon die Einleitung auf die Einlage der Band mit dem bekannten Titel "Pennsylvania 6.5000". Dem Titel liegt die Telefonnummer der berühmten Bar in New York zugrunde, in der seinerzeit bekannte Jazzer wie Miles Davis auftraten. Dann forderte Herr Klein als Conférencier die Rechenkünste sowohl des Bürgermeisters, Herrn Lahl, als auch des Ortsvorstehers, Thomas Müller, und schließlich des gesamten Publikums heraus und wurde in seiner trickreichen Rechnung mit gedachten Zahlen im Ergebnis tatsächlich auch bestätigt. Was so ein Chorleiter nicht alles beherrscht!?!

Wir waren inzwischen bei der Zahl 8 angekommen: "Eight days a week" war der nächste Titel aus dem Repertoire der Beatles. Kurzer Medien-
wechsel: Die Tonband-Einlage "Ein Wagen von der Linie 8" brachte das Publikum zum Schmunzeln. In besinnlichem gemeinsamem Gesang von Solistin (Lied des Sandmanns) und Chor "Abendsegen" von Engelbert Humperdinck aus der Oper "Hänsel und Gretel" war der Sprung zur Zahl der 14 Engel, die "um mich steh'n", gemacht. Wieder etwas lockerer ging es weiter mit dem Udo Jürgens-Song "17 Jahr, blondes Haar". Die Midlifecrisis-Jahre hat das Programm freundlich übersprungen, als es danach schon auf die 60-er zuging: "When I get older ... when I'm 64" und "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an". Und schließlich erklang das eindringliche Liebeslied "Ich brauche keine Millionen ... ich brauche weiter nichts als nur Musik, Musik. Damit war der Rahmen des Programms dieses Abends "Mit Musik geht alles besser" geschlossen. Das Publikum stieg dazu mit rhythmischem Beifall ein. Und ließ im Beifall und den Zurufen "Zugabe" nicht locker worauf der Chor freilich eingestellt war; wir kennen unser dankbares Publikum und wollen es auch für künftige Konzerte herzlich gern bei Laune und Zulauf halten, das ist bei aller eigenen Freude am Gesang das Bestreben unseres Liederkranzes e.V.! Das in Text und Melodie salbungsvolle und doch moderne"Hallelujah" von Leonhard Cohen, das auch im Chor selbst sehr beliebt ist, bildete den Ausklang des diesjährigen CafeConcerts des Liederkranz' Breitenstein.

Die Dankesworte zum Abschluss mit kleinen Gaben an die Mitwirkenden galten Frau Erb-Calaminus als Solistin und Leiterin des Kinderchores, dem instrumentalen Trio Uli Gutscher (Klavier), Josef Wiest (Kontrabass) und Jogi Nestel (Schlagzeug), Herrn Herbert Klein (Chorleiter und Moderator durch den Abend) und den vielen Helferinnen und Helfern an den Theken und im Kaffee- und Getränkeausschank, den Kuchenbäckerinnen und all denen, die für die vorzügliche und stimmungsvolle Dekoration sorgten, wie vor allem Tanja Kuttner und Gerd Nägele mit der Programm- und Plakatgestaltung. Im Team ist diese Chorgemeinschaft einfach  s u p e r !

Ihnen allen herzlichen Dank! Bis zum nächsten Konzert!                   Für uns getextet hat Wolfgang FUNK, Sänger im BASS - fotographiert hat Gerd ESSLINGER

 
 
 
 
Ein etwas anderer Singstundenabend

Wie heißt es so schön: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Es gibt Feste, denen man gerne eine besondere Note verpasst. Und dies war für letzten Dienstag Anlass zu einem besonderen Singstundenabend: Um 21:00 Uhr war große Geburtstagsparty, bei Evi zu Hause, angesagt. Wir hatten vereinbart, zuvor noch 1 Stunde in der Halle zu üben, einmal für's Ständchen zum anderen Lieder für's Konzert.
Mit Sekt wurden wir empfangen und nachdem wir auf Evi's Gesundheit und Wohlergehen angestoßen hatten, trällerten wir unser Ständchen mit viel Vergnügen und auch Evi hat es sichtlich genossen. Zuerst natürlich unser "Glückwunschlied" mit der Bitte um Speis und Trank. Herr Klein hatte eine super Idee und zwei besondere Lieder mitgebracht: das schon lange nicht mehr gesungene und sehr schöne Lied "Erlaube mir feins Mädchen, in den Garten zu gehn...." und "17 Jahr, blondes Haar...." aber teilweise dem Anlass entsprechend umdichten lassen. Jahreszahländerung und kleine Versvarianten machten das Letztere zum Premierensong. Ein zig-Gedicht, das Werner vortragen und Blumen, die er überreichen durfte, rundeten die Glückwünsche ab.

Die "gute Stube" war sehr geschickt aufgeteilt, mit diversen größeren und kleineren Tischchen und Sitzgelegenheiten. Munter ging's zu und immer wieder kursierten Tabletts mit leckeren, warmen Pizzabrötchen, zwischendurch Obst und Getränke in verschiedenen Variationen. Mit "Filmschauspieler" ähnlichen Postern und zarten Wiesenblumen war die Dekoration perfekt.
Evi's und Dieter's heißgeliebter Rico musste im Untergeschoss vorlieb nehmen - der arme Kerl - aber so gegen 23:00 Uhr, als wir alle so nach und nach uns verabschiedeten, war für ihn die obere Etage wieder freigegeben.

Ein riesiges Dankeschön an Evi und Dieter - es war ein wunderschöner "Singstundenausklang." bn

 
 
Winterwanderung am Freitag, 28. Dezember 2018

Für die allerletzte Veranstaltung im Jubiläumsjahr 2018 war " Wandern im Winter" angesagt. Schon im Sommer sickerte durch, dass es für die Vereinsführung immer schwieriger werde, zum Jahresende im näheren Umkreis ein geeignetes Wanderziel mit Einkehrmöglichkeit zu finden. Also begrub ich Wunsch und Hoffnung zugleich und marschierte gespannt ohne Rucksack und Wanderstiefel schnurstracks zum Treffpunkt Rathausplatz.

Was ich dort antraf, konnte sich sehen lassen. 18 fesche Jungs und Mädels, allesamt startklar standen im Kreis, ähnlich wie man es vor Spielbeginn bei Fußballspielern sieht. Bei näherem Hinhören war klar, es ging um die Streckenführung, immerhin gibt es ja verschiedene Routen Richtung "Moschtbesa Neuweiler". Nach 3 Minuten war man sich einig über eine etwa 1,6 Kilometer lange Strecke und erklomm tapfer den ersten Anstieg im Weiler Weg. An der 2. Ortskreuzung nach 130 Metern kam die erste Abkürzungsmöglichkeit, daher verlor die Gruppe dort zwei Leute, um gleich darauf an der 3. Ortskreuzung zwei Wanderer mit Hund hinzu zu gewinnen. Zügig ging es weiter, die nächsten 600 Meter bis zum Schützenhaus. Für uns zwei Nachzügler Helmut und Gerd sah es aus, als ob dort eine Rast vorgesehen sei, dabei wurde lediglich fair auf uns gewartet. Wir zwei beschlossen trotzdem, die restlichen 700 Meter ganz gemütlich im Sonnenschein und munter plaudernd hinter uns zu bringen.
Von den Besenwirtsleuten Elke und Klaus Bauer herzlich begrüßt nahmen wir Platz im originellen Moschtbesen. Eine Tasse Kaffee schlürfend fällt mir auf, dass sich nach 30 Jahren allmählich immer die gleichen Leute zueinander setzen. Es werden doch hoffentlich keine Fraktionsgemeinschaften entstehen. Schnell verflüchtigt sich dieser Gedanke beim Ertönen eines Knopfakkordeons. Das hatten wir schon einmal vor 2 Jahren. Virtuos spielt und quetscht der Kurt aus Holzgerlingen dieses Instrument und sorgt gleich für die richtige Stimmung. Unser Dirigent, der inzwischen auch aufgetaucht ist, setzt sich erfreut an einen noch freien Platz, bestellt sich Kaffe ohne Kuchen. Ob er wohl die Stimmgewaltigkeit seiner Liederkränzler registriert hat, während er begeistert von seiner Sammlerleidenschaft ("antike" Rechenmaschinen) erzählt? Übrigens ein Ratschlag an alle, die noch nie an einer Winterwanderung teilgenommen haben: Man erfährt beim Zusammenhocken manches, was man immer schon wissen wollte, angefangen von der Heizkostenersparnis im Einfamilienhaus bis hin zum Erscheinungsbild eines Maulwurfs auf dem Kuchenteller.
Die nach und nach einsetzende Ruhe und ein angenehmer Duft im Raum ließen unschwer erkennen, dass wir uns dem Genuss von Schlachtplatte und Schnitzel näherten. Während sich Dirigent Klein überaschend noch vor dem Essen verabschiedete, machten wir uns über das köstlich zubereitete Bauer'sche Essen her und frönten alsbald den edlen Tropfen des Hauses. Wen wundert's, dass bis zum Ausklang dieses Wandertags noch kräftig gesungen und gelacht wurde.

Trotzdem galt es Abschied zu nehmen, verbunden mit allen guten Wünschen für das neue Jahr 2019. Gut gelaunt und froh über ein gelungenes Liederkranz-Jubiläumsjahr tauchten wir in die kalte Nacht und wanderten auf direktem Weg zu unserem schönen Breitenstein hinüber.
Schön war's!                                                                                                                                  Text: Gerd Nägele

 

 
 

Nachdem die Generalprobe wenige Tage vor dem Konzert, zum ersten Mal mit allen Mitwirkenden - neben dem Chor Frau Judith Erb-Calaminus, Sopran, Michael Kuhn, Orgel, Hannes Renftle und Simon Nestele, Violonen und Herbert Klein, Flöte - ganz ordentlich schief gegangen war, stand für erfahrene Konzertanten fest, dass das Konzert nunmehr umso besser gelingen würde. Und diese Erwartung erfüllte sich, waren doch alle Beteiligten mit höchster Konzentration auf ihren Part bei der Sache.
Dazu trug freilich bei, dass wir bei Betreten der Georgskirche von der dicht beisammen sitzenden Besucherschar beeindruckt waren. Und wieder einmal reichten die Sitzplätze nicht aus, sodass ein paar wohlgesonnene Zuhörer im Stehen nicht auf das Konzert verzichten wollten. Auch der Chor rückte eng gedrängt im kleinen Chorraum um den Altar zusammen, um nicht mehr als die erste Stuhlreihe belegen zu müssen.

"Veni redemptor gentium". Nun komm, der Heiden Heiland: Dieser einstimmige Chorsatz für Männerstimmen mit lateinischem Text aus dem 3.Jh., umgesetzt in einer Melodie aus dem Kloster Einsiedeln aus dem 12.Jh., sowie das bekannte Kirchenlied nach Martin Luther von 1524, das die Gemeinde im Wechsel mit Solo-Sopran und Chor mitsingen konnte, wurde das Weihnachtskonzert stimmungsvoll eröffnet. Daran schloss sich ein erster Liederblock für den Chor an: "Hymne an die Nacht", vertont von Ludwig van Beethoven, "Sternenglanz am Himmelszelt zeigt den Weg durch finstre Nacht....", danach "Gdy síe Christus rodzi..." "Als die Welt verloren, Christus ward geboren", ein polnisches Weihnachtslied von 1853, und "Im Dunkel unsrer Nacht, entzünde das Feuer, das nie mehr erlischt", ein eindrucksvoll feierliches Weihnachtslied von Frère Wolfgang aus Taizé, das der Chor in deutscher, französischer, englischer und italienischer Sprache intonierte und damit etwas internationales Flair einfließen ließ. Es folgte das neuzeitliche Orgelspiel "Festivo Scherzo" von Malcolm Archer, das Michael Kuhn virtuos interpretierte und damit aus der ruhigen Stimmung in der Kirche aufhorchen ließ. Ein weiterer Programmblock mit drei Liedern für den Chor setzte mit einer Mischung aus modernen Kompositionen textuell traditioneller Weihnachtslieder einen weiteren musikalischen Akzent: Zunächst das schweizerische Sternsingerlied "Es ist für uns eine Zeit angekommen, es ist für uns eine große Gnad", danach "Ihr Kinderlein kommet" in einem modernen Satz von Carsten Gerlitz, und anschließend von demselben Komponisten das bekannte Lied "Leise rieselt der Schnee". Leise, ganz leise.

Die Kandate "Fürchtet Euch nicht" von Christof Bernhard, hervorragend intoniert und einfühlsam vorgetragen von unserer Sopranistin Judith Erb-Calaminus, führte gefühlsmäßig und inhaltlich zurück in die biblische Weihnachtsgeschichte. Auch die instrumentale Begleitung durch die zwei Violonisten des Orchesters der Jungen Streicher Weil, Hannes Renftle und Simon Nestele, sowie dem Organisten Michael Kuhn, spannten musikalisch in feierlicher Stimmung den Bogen in die christliche frohe Botschaft und Christi Geburt.

Der Chor in Begleitung durch Herbert Klein an der Flöte trug mit "Gaudete, Christus est natus" (Piae cantiones, 1582) diese frohe Botschaft - in italienischer Sprache - hinaus in die Welt der Gläubigen. Der Chorsatz von John Rutter "Die wunderbarste Zeit" setzte wiederum einen modernen Akzent in der Wahrnehmung der Weihnachtszeit: ".... und auch im Familienkreise ist man wirklich füreinander da".

Der letzte Programmblock stand mit Auszügen aus Georg Friedrich Händels "Messias" wieder ganz im Zeichen klassischer Weihnachtsmusik: Zunächst das Sopransolo "Er weidet seine Herde", begleitet von Violinen, Blockflöte und Orgel, danach die rein instrumentale Pifa für zwei Violinen und Orgel. Das Recitativo und Accompagnato für Sopran und zwei Violinen und zum festlichen Abschluss das Recitativo (Sopransolo) und der Chorsatz, begleitet durch die Violinen und Orgel "Ehre sei Gott".

Herr Klein, Chorleiter und Organisator des Konzertes, verband und erläuterte mit einleitenden Worten und historisch einordnendem Kommentar auf lockere Weise die einzelnen Sequenzen.
Der Beifall zwischen den Beiträgen und lang anhaltender Applaus der Zuhörer am Ende bestätigten dankbar allen Mitwirkenden, dass sich die lang zurückreichenden Vorbereitungen auf das Konzert im Advent gelohnt hatten und allen Anwesenden große Freude und eine gelungene Einstimmung auf Weihnachten bewirken konnten. Auch der Chor selbst, der Liederkranz Breitenstein, schloss sich mit Dank an die Mitwirkenden dem Beifall des Publikums an.
Damit fand das Jahr des 125-jährigen Jubiläums des Liederkranz Breitenstein seinen Abschluss.
In den Köpfen sprudeln indes schon die Planungen für Veranstaltungen im Neuen Jahr 2019.
Herzliche Einladung dazu. Wir freuen uns über zahlreichen Besuch.                                                                                Wolfgang Funk

Und zum Schluss noch etwas Erfreuliches. Von einem Liederkranz-Fan erhielten wir nachfolgendes Mail:
"So ein supertolles Konzert! Kompliment an alle Beteiligten! Es war mutig, sich an ein solch anspruchvolles Programm zu wagen - aber es ist mehr als gelungen! Überraschend waren u.a. die Arrangements der drei "gewöhnlichen" Weihnachtslieder. Der Liederkranz ist eben immer für eine Überraschung gut...
Herzliche Grüsse von einer Ehemaligen, die wohl ein Dauer-Fan bleibt.

 
 
                         Mitgliederausflug im Jubiläumsjahr am 13. Oktober 2018 nach Breisach im Breisgau 

Der Wetterbericht meinte, so um die 24 Grad könnten es werden, ein Schritt nach draußen ließ mich vor Kälte erstarren, also nehme ich doch noch eine Jacke vom Haken. Jetzt aber Abmarsch zum Rathausplatz, wo sich schon einige ausflugshungrige Liederkränzler die besten Sitzplätze im Bus ergatterten. Während Werner noch seine Teilnehmerliste auf Vollzähligkeit überprüfte, trafen noch die letzten Teilnehmer 1 Minute vor der Abfahrtszeit ein. Begrüßt wurden wir vom Busfahrer und von Jutta, die wohl den Busunternehmer mit der Organisation und Durchführung des Ausflugs beauftragt hatte. Die gute Nachricht zuerst: Jutta hat beim Wettergott allerschönstes Ausflugswetter organisiert, weniger erfreulich die Nachricht: der Busunternehmer hat den angekündigten Schlussaufenthalt am Titisee, aus Zeitgründen, gestrichen. Also nichts mit Sonnenuntergangsfoto, dafür aber die Chance, den Anpfiff des Fußballspiels Deutschland-Frankreich am TV zu erleben.

Nach angenehmer Fahrt erreichten wir das Kinzigtal, im mittleren Schwarzwald gelegen, gewiss eines der schönsten Täler des Schwarzwaldes. Dass das Glasblasen, wenn es in althergebrachter handwerklicher Kunst ausgeübt wird, für uns Besucher ein tolles Erleben werden kann, zeigte sich beim ausgiebigen Besuch der Dorotheenhütte in Wolfach. Die letzte Glashütte des Schwarzwaldes, in der Bleikristall ver- und bearbeitet wird, ist absolut sehenswert. Wenn man frühzeitig, noch vor Eintreffen der vielen Reisebusgäste die Glashütte betritt, kann man sehr genau die Herstellung und Bearbeitung des Glases und seiner Geschichte anhand der Vorführungen und den einzelnen Bearbeitungsstationen verfolgen. Unter dem Eindruck, gerade etwas über eine außergewöhnlich schöne Handwerkskunst erfahren zu haben, verteilten wir uns zum Frühstück an den Tischen des angegliederten Freilichtcafe's und genossen einen Cappuccino oder anderes Getränk und wer sie noch hatte, die gestiftete Brezel samt Schokolädle, während im Sonnenlicht die im GlasShop entstandenen kleinen Kostbarkeiten glitzerten.

Es war Zeit zur Weiterfahrt Richtung Mittagessen. Bereits nach kurzer Busfahrt veränderte sich die Landschaft erheblich. Wie Vulkaninseln erhebt sich das kleine Mittelgebirge zwischen Schwarzwald und Elsass. Wir sind unterwegs in der Oberrheinebene und befinden uns in der Region Naturgarten Kaiserstuhl. Die Klimaanlage des Reisebusses hindert uns daran, das wärmste Klima Deutschlands zu erleben.

Wer immer auch das Restaurant für unser Mittagessen ausgeguckt hat, ein Lob sei ihm gegönnt. Schon beim schwierigen Einparken in eine kleine Parkbucht war klar, dass der "Riegeler Hof" kein Allerwelts-Busabfertigungslokal ist. Vornehm gedeckte Tische im schönen Gastraum und ein wirklich gutes, preiswertes Mittagessen, aufgetischt von aufmerksamem Bedienungspersonal, wird uns in angenehmer Erinnerung bleiben.

Ein Stadtführungstermin um 15 Uhr in Breisach verhindert längeres Verweilen am gastlichen Ort und merkwürdige Umleitungen veranlassen den Fahrer, unter Aufsicht seiner mitfahrenden Ehefrau, aufs Gaspedal zu treten. Alles gut - wir haben's rechtzeitig geschafft, der Stadtführer nimmt uns am verkehrsreichen Platz in Empfang. Hinauf geht's auf den Breisacher Münsterberg über steile Gassen. Im Ohr die erklärenden Worte des Stadtführers, teils auch Anekdoten zu den beim Aufstieg angrenzenden Gebäuden, Toren und Gassen. Wir sind gespannt auf die Ausführungen zum Breisacher Wahrzeichen, dem St. Stephansmünster. Doch bevor wir unsere Ohren auf Empfang stellen, klärt unser Dirigent mit dem Stadtführer, der zugleich auch Kirchenführer ist, wann wir in der Kirche singen dürfen. Dabei wurde klar, dass wir zwar singen dürfen, eine Kirchenführung aber nicht stattfinden darf, weil "weder bestellt, angemeldet noch bezahlt". Und weil die Zeit des Singens an der Stadtführungszeit abging, betraten wir schleunigst den prächtigen Innenraum des Münsters. Nach vielen Jahren erklang wieder einmal der Gesang des Breitensteiner Liederkranzes in einer großen Kirche. Bereits nach den ersten Tönen entstand der Eindruck, der Chor sänge heute in doppelter Besetzung, dabei waren es in allen Stimmlagen weitaus weniger. Ein überwältigendes Klanggefühl spornte zur Höchstleistung an. Schnell noch durch die Räumlichkeiten gehuscht und das eine oder andere Kunstwerk fotografisch mitgenommen, darunter den Reliquienschrein, den wunderschönen Altar, einer der schönsten Schnitzaltäre Deutschlands mit seinem kunstvoll geschnitzten bis an die Decke reichendes Gesprenge usw.usw. - daheim nachzulesen im Internet. Draußen wartet ungeduldig unser Stadtführer, zeigt uns nochmals den Blick auf und über den Rhein, weit hinüber nach Frankreich. Wir schreiten durch die Radbrunnenallee direkt auf den Radbrunnenturm zu. Im Inneren das hölzerne Tretrad zum Bedienen des daneben liegenden 41 Meter tiefer Trinkwasserbrunnens. Ausführlich wurde die Funktion und die Erbauung der bereits im Jahr 1189 begonnenen Anlage beschrieben. Gemütlich schlenderten wir hinab in die Unterstadt, wo uns der Stadtführer entließ. Sozusagen führerlos nutzten wir die noch verbliebene Zeit und das schöne Wetter, schwärmten aus in allerlei gut besetzte Cafe's und Eisdielen. Sogar das eine oder andere Bedienungspersonal konnten wir ganz ohne Ärger überzeugen, wie man in einem vollen Lokal diskret und elegant viele Leute um ein rundes Tischle plaziert, ohne dabei die anderen Gäste zu stören. Der Cafebesuch war sozusagen zugleich Ausklang des diesjährigen Ausflugs.
Gemütlich schlenderten wir zur vereinbarten Bushalte und traten pünktlich um 18 Uhr die Heimfahrt an. Diesmal nahmen wir die schöne Route durch das Höllental und trafen bereits wieder um 20 Uhr in Breitenstein ein.

Auch der diesjährige Ausflug verlief harmonisch und gemütlich. Man konnte neue Eindrücke von Landschaft und Kultur gewinnen und die von Jutta Marquart gegebene Schönwettergarantie trug ganz wesentlich zum Gelingen bei.  Text: Gerd Nägele - Fotos: Gerd Eßlinger, Brigitte und Gerd Nägele
                                                                                                                                                    
                                            

                                                                                                                                                                                                      

 
 
 
 

 
 

"Wer ist hier jung, wer hat hier Schwung"
Breitenstein: Festkonzert zum Jubiläum 125 Jahre Liederkranz am 05. Mai 2018

Wenn 125 Jahre Liederkranz Breitenstein gefeiert werden, wird nicht nur gesungen, sondern auch die Historie betrachtet. Und Claus Daniels vom Chorverband Otto Elben sowie lokale Vertreter kamen zum Gratulieren und Würdigen der kulturellen Arbeit des Vereins.

Ortsvorsteher Thomas Müller hatte herausgefunden, dass der Liederkranz gegründet wurde, um das "wilde Singen" zu unterbinden, und dass der erste gemischte Chor 1791 in Berlin gegründet wurde. Davor gab es nur Knabenchöre, die in den Klöstern entstanden. Er sei froh, die fleißigen Helfer des größten Vereins im Ort zu haben und versprach - mit einem Seitenblick auf Bürgermeister Wolfgang Lahl - dem Verein Zusatzgeräte zur Lichttechnik, damit die Musicals noch attraktiver aufgeführt werden können. Der Weilemer Schultes nickte dazu.
Das Gründungsjahr 1893 löste natürlich auch Vergleiche mit dem VfB aus. Der Vorteil des Liederkranzes sei, dass die Aktiven nicht dauernd wechselten. Werner Weinstein leitet schon 30 Jahre den Verein. Seit 20 Jahren erweitert Herbert Klein das Repertoire des Chors, und vor 15 Jahren begann Judith Erb-Calaminus die Kinder- und Jugendchöre aufzubauen. Von den aktuell drei Gruppen zeigten dann Mädchen zwischen 13 und 20 Jahren mit englischen und französischen Filmmelodien ein beeindruckendes Niveau.
Viel vorgenommen hatten sich die Aktiven. Judith Erb-Calaminus trat noch als Solistin auf mit dem "Vilja"-Lied und sang zusammnen mit Alexander Efanov Ohrwürmer, wie "Schenkt man sich Rosen in Tirol" aus dem "Vogelhändler" von Carl Zeller und weitere Lieder aus der "Lustigen Witwe" von Franz Lehár.
Der russische Tenor brillierte als Solist bei "Musik ist Trumpf" von Heinz Gietz. Auch der Violine-Begleiter Michael Davis hatte seinen Spezialpart mit dem Czardas von Vittorio Monti, begleitet von Eberhard Leuser am Klavier. Der allerdings spielte den ganzen Abend durch. Die Chormitglieder zeigten sich sehr flexibel, etwa in dem von Alois Mechlichar bearbeiteten Chopin-Lied "In mir klingt ein Lied", das sanft beginnt, sich steigert und dann zärtlich endet.
Der Walzer "Rosen aus dem Süden" von Johann Strauß sei nur drei Jahre älter als der Liederkranz, fand der Dirigent Herbert Klein heraus. Bei der "Amboss-Polka" schlug er selbst auf den Stahl, und für die Anzüglichkeiten im Text der "Tritsch-Tratsch-Polka" entschuldigte er sich bei den Politikern.
Es folgten die "Barkarole aus "Hoffmanns Erzählungen" und die "Arie des  Klein-Zack", die Alexander Efanov mit Unterstützung der Männer und der Instrumentalisten vortrug. Und als Zugabe hatte der Dirigent den "Radetzky-Marsch" ausgesucht, die "Herzmassage" von Johann Strauß-Vater, die immer das letzte Stück der Wiener Neujahrskonzerte ist.                                                      Text von Renate Lück von der Sindelfinger Zeitung

 
                                                                                                                 Fotos: Gerd Eßlinger
 

 
Am 6. März hat unser Vorstand die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung ins Schützenhaus eingeladen. 41 Vereinsmitglieder sind der Einladung gefolgt und lauschten aufmerksam den interessanten Berichten des Vorsitzenden, der Kassenverwalterin, der Kassenprüfer der  Chorleiterin und Chorleiter über das abgelaufene Jahr 2017. Es gab Entlastungen, Wiederwahlen und Beschlüsse, ganz im Sinne der anwesenden Mitglieder, die ihre Zufriedenheit über die ordentliche Vereinsführung durch viel Applaus zum Ausdruck brachten. Zwei Mitglieder freuten sich besonders über die Ehrung ihrer 60-jährigen Mitgliedschaft und zwei Mitglieder über eine 25-jährige Vereinszugehörigkeit.
Ganz im Zeichen des diesjährigen 125-jährigen Jubiläums standen Werner Weinsteins Ausblicke für das Festjahr und die dazu geplanten Veranstaltungen. In einer kurzen Aussprache nahm er die Anregungen der Mitglieder entgegen und schloss die Versammlung mit dem Dank an alle, die sich für den Verein einsetzen und mit Freude singen - passend zum diesjährigen Jubiläums- Slogan "125 Jahre Freude am Singen".
   
 
 
Bilder vom Konzert "Im Reigen der Jahreszeiten" am 14.Oktober 2017 in der Breitensteiner Halle
 
                                                                                                                                                                                                         Bilder: Gerd Eßlinger

Nachdem die Medienwelt sehr ausführlich und äußerst positiv über unser Konzert "Im Reigen der Jahrszeiten" geschrieben hat, bleibt mir wenig Neues zu berichten. Und trotzdem möchte ich ein wenig darüber plaudern.
Auch schon im 1800/1900 Jahrhundert machten sich kluge Köpfe Gedanken zu diesem Thema mit herrlicher Musik und wunderbaren Texten. Die Jahreszeiten von Haydn sind ein passendes Beispiel. Nach seinem erfolgreichen Oratorium "Die Schöpfung" ließ er sich überreden zu den "Jahreszeiten" die Musik zu komponieren. Auch Vivaldi ließ sich zu diesem Thema inspirieren und komponierte ein instrumental sehr populär gewordenes Orchesterwerk. Warum sollten wir uns nicht auf dieses vielseitige Thema einlassen - eben auf unsere Weise!

Über Mode läßt sich bekanntlich vortrefflich streiten, diesmal nicht, wir waren uns schnell über unser "out fit" einig! Der Frühling, die Sopranistinnen, präsentierten sich in den prächtigsten Frühlingsfarben, gelb, beige, zarte Töne. Der Sommer, die Altistinnen, satte rote Töne. Der Herbst, die Bässe in dezentem braun, dunkelrot, grün und der Winter, die Tenöre, im eisig kalten weiß. Jedoch den Laufsteg eroberte unser Dirigent. Zu jeder Jahreszeit das passende, originelle Attribut.

Durch den Frühling sangen wir uns heiter und beschwingt. Aus Haydn's Jahreszeiten "Komm holder Lenz", wohl das Bekannteste und auch Schönste - mit Soli für jede Stimme. "Veronika, der Lenz ist da..." die Comedian Harmonists machten den Song populär und auch uns macht's immer wieder Spaß, ihn zu singen. "Roll out those Lazy, Hazy, Grazy Days of Summer..." Musik von Hans Carste. Dazu sollte man wissen: Er hat auch die Melodie der Tagesschau komponiert, die seit der ersten Tagesschau 1952 nahezu unverändert verwendet wird. Nach diesem Titel kommen wir zum "Sommerkanon". Dieser hat auch seine eigene Geschichte: Der Sommerkanon ist die erste mehrstimmige Komposition der Musikgeschichte. Ungefähr 1230 komponiert mit einem altenglischen Text, den man kaum verstehen kann: "Summer is i cumen in Lhude sing cucu!  Groweth sed and bloweth med and springs the ude nu..." Die Bauern damals haben nicht fein und zart gesungen und dementsprechend mußte es grob, prägnant, derb, eben bauernmäßig klingen. "Wann wird's mal wieder richtig Sommer..." Rudi Carell machte diesen Schlager zu einem richtigen Ohrwurm, der auch bei Schlechtwetterperioden wieder und wieder im Radio gesendet wird - manchmal hilft's! 1975 im Juni - es ist viel zu kalt für diese Jahreszeit singt Rudi diesen, eben auf den Plattenmarkt geworfenen Schlager und prompt wird der August ein herrlicher Sommermonat. Im Herbst ist Jagdzeit, aber auch Schmuddelwetter, dazu passten die Titel: "Es vergeht kein Tag ohne Regen..." und "Auf, auf zum fröhlichen Jagen." Mit "Winter in Canada..." und "Frosty the snowman" inclusive Gänsehaut bei derartiger Kälte, endeten für uns die Jahreszeiten. Jedoch mit "Tulpen aus Amsterdam...", als Zugabe, schloss sich der Jahresreigen.

Eine echte Überraschung für unseren Dirigenten war ganz sicher die Ehrung für 20-jährige, innovative Chorarbeit. Den immaginären Dirigentenstab legt er nur selten aus der Hand, so wenn dienstags ein ganz besonderes, meist privates, Ereignis angesagt ist.
Frau Erb-Calaminus setzte mit "Komm lieber Mai und mache..." und "So sei gegrüßt viel tausendmal..." einen besonderen Glanzpunkt. Außerdem brachte sie den Breitensteiner Kinderchor mit. Dies sorgte für eine willkommene, heitere Abwechslung. Mit "Alle Vögel sind schon da...", "Sommerkinder", "Der Herbst ist da" und "Der Winter stammt vom Kaukasus" sangen sie sich ebenfalls mutig und gekonnt durch die Jahreszeiten. Und wie immer wurden wir schwungvoll und perfekt begleitet durch unser Musikertrio: Uli Gutscher am Klavier, Josef Wiest am Kotrabass und Jogi Nestel am Schlagzeug. Bleibt nur noch ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und natürlich an unsere Gäste. Schön, daß Sie bei uns waren!

2018 feiert der Liederkranz Breitenstein 1893 e.V. sein 125-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass gibt's am 5. Mai 2018 ein ganz besonderes Konzert. Wir laden Sie heute schon ganz herzlich ein!                                                                                                                       bn

 
 
     
 

In erster Linie verbindet uns die Freude am Singen. Zum Ausgleich unseres musikalischen Wirkens bieten sich jedoch auch einige andere attraktive Aktivitäten an.

 

 
  Schattwald - Skiwochenende Ende März 2015
Klein aber fein war unsere Skiwochenend-Gruppe im Tannheimer Tal. Wohl dem der schon am Donnerstag oder gar noch früher da sein konnte. Der Freitag war ein Traumtag. Stahlblauer Himmel, super Schnee, Pisten wie leergefegt - ein wahrer Skifahrergenuß! Am Himmel die Paragleiter, wie Farbtupfer, zeitweise nicht weniger als zwei Dutzend, schwebten sicher und lautlos über uns hinweg. Es muß ein Traum sein ringsumher die weißgepuderten Berggipfel, unten alles in Miniatur. Fragen wir das "world wide web" nach dem Wetter, die Meterologen wissen es. Punktgenau am Samstagmorgen - man glaubt es trotzdem kaum - es regnet Bindfäden. Was aber
die Liederkränzler nicht abhält trotzdem auf die Bretter zu steigen - auf knapp 2000 m Höhe könnte es ja geschneit haben.
 
 
 

Liederkranz Jahresausflug nach Bad Wimpfen am 11.10.2014

Das erste Ziel war die Burg Hohenbeilstein mit der Burgfalknerei. Ein kurzweiliger Spaziergang durch die Tieranlage der Burgfalknerei stimmte uns auf eine beeindruckende Greifvogel-Vorführung ein. Mutige bestiegen den Turm "Langhans" mit exclusiver Aussicht. Nach einer kurzweiligen Busfahrt erreichten wir Bad Wimpfen. Die Besteigung des Wimpfeners Wahrzeichen "Der Blaue Turm" war für manche Ehrensache. Zur Besichtigung und Führung, durch eine hochprofessionelle Führerin, trafen wir uns am Portal der Ritterstiftskirche "St. Peter" und haben einiges Interssantes zur Geschichte der Kirche erfahren. Diesen sehr schönen Tag beendeten wir in Warmbronn in einem traditionell schwäbischen Gasthaus.

 

 

Unter dem Motto "es gibt kein schlechtes Wetter" strömten zielstrebig und mit Regenschirm bewaffnet ca 15 Winter-Wander-Fans zum Treffpunkt Rathausplatz, um auf Umwegen in den "Besen" nach Neuweiler zu wandern. Der erste Anstieg Richtung Gartenstraße wurde mutig genommen und elegant bewältigt. Nach problemloser Überquerung des Aischbaches ging es hinauf Richtung Weilemer Friedhof. Über die Friedhofsebene und einem Bogen durch Wiesen und Felder erreichten wir schon bald die Gemarkung Neuweiler und bestaunten die vielen, neu gebauten Eigenheime am Ortsrand unseres Nachbardorfes. Die letzten Meter glichen einem Laufwettbewerb - wir wollten jetzt ins Trockene. An drei Riesentischen wurden wir mit Riesenportionen Kaffee, Kuchen, Schlachtplatten, Rostbraten und edlen Tröpfchen verköstigt. Zu vorgerückter Stunde verließen wir das Ehepaar Bauer und ihren "Moschtbesen" mit einem freudigen Gefühl ein paar schöne unterhaltsame Stunden mit dem Liederkranz verbracht zu haben. Text und Bild Gerd Nägele.

 
  Unsere Jahreshauptversammlung fand am 01.Februar 2013 im Schützenhaus statt. Die Versammlung war - trotz des miserablen Wetters - gut besucht. Neu gewählt wurden per Handzeichen der 1. Vorsitzende, der Schriftführer, zwei Notenwartinnen und zwei Mitglieder für den Ausschuss; und doch blieb alles beim Alten! Stellvertretend für den gesamten Vorstand informierte Werner Weinstein über die Aktivitäten im Vorjahr und gab Ausblicke für 2013.
 
 
 
  Die diesjährige Schattwald Freizeit brachte einige neue Gesichter, die sich mit viel Spaß, Freude an der Gemeinschaft und mit interessanten Gesprächen harmonisch in unsere Liederkranz-Runde einreihten.   
 

Winterwanderung am 28. Dezember 2012 .

Untertitel: Pfützenwanderung nach Weil

Winterlich war dieses Jahr unsere Wanderung zum Jahresende absolut nicht; wir hatten Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen. Wir marschierten durch den Ort über die Wengertstraße Richtung Weil, stellenweise durch Pfützen - Überbleibsel vergangener Regentage. Bald erreichten wir unser Ziel, um uns von Maurer's mit Kaffee und Kuchen, später mit einem hervorragenden Essen verwöhnen zu lassen. Beim gemütlichen Zusammensitzen gab es viel zu erzählen, diskutieren und lachen. Am frühen Abend verabschiedeten wir uns mit guten Wünschen für das Jahr 2013. Auszüge aus Evi's Bericht im Likra Heft 48

 
  Jahresabschlußfeier 2012  
  Unser Ziel, des diesjährigen Tagesausfluges im Oktober 2012, war Ulm und um Ulm herum. Über Blaubeuren am sagenumwobenen Blautopf - an diesem Tag mit sagenhaft changierenden Blautönen - ging es zum Kloster Wiblingen. Dort führte uns eine sehr charmante, kompetente Dame durch die Bibliothek und die Klosterkirche. In Ulm erwartete uns eine "echte Ulmerin", die ihr historisches Wissen begeisternd und überzeugend an ihr aufmerksames Publikum weitergab. Es war wieder einmal ein sehr gut durchdachtes, spannendes Programm.  
 

Festkonzert beim Fleischer Singchor Herr Klein, beider Chöre Dirigent, hatte jederzeit alles fest im Griff. So übten wir viele Stunden getrennt 15 Titel aus Oper, Operette, Chanson sowie Wiener Melodien. Dann Ende Mai die erste gemeinsame Probe in der Breitensteiner Halle. 80 begeisterte Sänger/Innen auf dieser kleinen Bühne unterzubringen und auch noch einen homogenen Klang zu erreichen - gewiss keine leichte Aufgabe. Eine weitere gemeinsame Probe in der schönen Vereinslokalität in Gaisburg gab uns eine gewisse Sicherheit und ein gutes Gefühl für das Festkonzert.

Es war eine ganz neue, interessante Erfahrung!
 
  Sehr beliebt und weit über unsere Dorfgrenzen bekannt ist das Breitensteiner Weihnachtsmärktle, bei dem wir die zahlreichen Besucher bewirten und mit unserem Gesang auf die Weihnachtszeit einstimmen.  
  Im Winter zieht es die sportliche Sängerschar nach Schattwald. Im Rahmen einer dreitägigen Freizeit genießen die alpinen Abfahrer die Skipisten, die Langläufer die Loipen und die Wanderer die verschneite Bergwelt des Tannheimer Tales. Etwas Hüttenzauber und Volksliedersingen gehört natürlich auch dazu.  
  Danach ist Fasten angesagt, denn man möchte bei der jährlich stattfindenen Aktion "Fit und schlank mit meiner Bank" mitmachen und findet sich dabei im fairen Wettstreit mit anderen Vereinen und Gruppierungen. Je mehr Kilos fallen, desto größer fällt die Prämie aus, die von der Bank verteilt und vorwiegend unserer Jugendarbeit, dem Kinder- und Jugendchor, zugute kommt. 
 
  Im Sommer ist die Mitwirkung bei der Dorfhocketse gefragt. Dabei fördert sicherlich auch manch gutes Gespräch mit den Nachbarn den Gemeinschaftssinn und vielleicht auch ein wenig den Lokalpatriotismus unseres kleinen Dorfes.

 
 
  Im Herbst begibt sich die "Liederkranzfamilie" auf den alle zwei Jahre stattfindenden Jahresausflug zu Sehenswürdigkeiten im süddeutschen Raum. Manchmal bietet sich dabei die Gelegenheit zum kurzen Liedvortrag in einer Kirche, deren Akustik unseren Gesang ganz anders als gewohnt erklingen lässt.
 
  Ende November versammeln sich alle Vereinsmitglieder in der Breitensteiner Halle zur festlichen Jahresabschlussfeier. Für viele ist es die schönste Veranstaltung im Jahr, für manche auch der Spiegel des Vereins. Angefangen von der Dekoration, den Kuchen- und Tortenkreationen bis hin zu den musikalischen und künstlerischen Darbietungen auf der Bühne sind Ideen gefragt und vor allem ausschließlich aus den eigenen Reihen entstanden und präsentiert.